Die Kindertageseinrichtung setzt einen Schwerpunkt der Arbeit in gemeinsamer Betreuung von behinderten und nicht behinderten Kindern. Kinder mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen werden entsprechend ihrer Fähigkeiten in allen Entwicklungsbereichen individuell gefördert. Die Integrative Arbeit hat das Ziel, dass behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam leben und lernen, miteinander spielen, gegenseitig Kontakt aufnehmen und die Andersartigkeit des Gegenübers im Spiel ganz unkompliziert begreifen. Hierzu ist die Bildung von Kleingruppen zur Förderung von Psychomotorik, sensorische Integration, Sprachentwicklung, Naturerfahrungen und Erlernen oder Verbessern von bestimmten Fähigkeiten (Schneiden, Malen, Werken, etc.) notwendig.
Für das behinderte Kind bedeutet dies:

 

  • Eine feste, vertraute Bezugsperson hilft dem Kind, sich in der neuen Kindergartensituation zurechtzufinden
  • Es erhält Hilfestellung bei alltäglichen Handlungsabläufen (Frühstücken, Toilettengang, Zähne putzen, An- und ausziehen, etc.)
  • Die Kontaktaufnahme zu anderen Kindern wird, wenn nötig, gelenkt.
  • Spielen in überschaubaren Kleingruppen bietet Sicherheit.

 

Grundlage für die Integrative Arbeit ist zunächst die ärztliche Diagnose einer Entwicklungsverzögerung oder –Störung, bzw. einer Behinderung. Danach wird ein individueller Förderplan erstellt.
Elterngespräche zur Verbesserung der häuslichen Situation des Kindes, sowie regelmäßiger Austausch mit Therapeuten, Frühförderstellen und Ärzten um den Entwicklungsstand zu überprüfen und effiziente Maßnahmen einzuleiten, gehören ebenfalls zum Förderplan.
Es schließt sich ein „Screeningverfahren" (Beobachtung) an, um die Zielbeschreibung zu definieren (Was braucht das Kind?, Wo liegen die Stärken?, Wie kann individuell gefördert werden?) Die Problembehandlung mit abschließender Reflexion beendet das Verfahren.
Die pädagogische Arbeit wird im Team reflektiert und mittels kollegialer Beratung ergänzt.

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